Lesefreunde Hürth e.V.

Unsere Lesetipps

Gerne können Sie Lesevorschläge senden an info@lesefreunde-huerth.de. Wir sind gespannt auf Ihre Buchtipps.

Sie können unsere Lesetipps nach Personen oder Buchtiteln durchsuchen. Gesucht wird immer nach der eingegebenen Zeichenkette im gesamten Text der Tipps: Nachname oder Vor- und Nachname oder Buchtitel oder Fragmente des Titels in der richtigen Reihenfolge.

Eine unmittelbare Suche bei der Stadtbücherei Hürth kann hier vorgenommen werden:

Ariel Lawhon: Der gefrorene Fluss (2024) *

Martha Ballard ist Hebamme und Heilerin in der kleinen Stadt Hallowell im Bundesstaat Maine und lebt mit Mann und sechs erwachsenen Kindern in einem Bauernhof mit einer Mühle. Durch ihren Beruf kennt sie die Geheimnisse vieler Menschen. Als im harten Winter 1789 ein toter Mann aus dem weitgehend zugefrorenen Fluss gezogen wird, stellt sie rasch fest, dass dieser erdrosselt worden sein muss. Aber niemand zeigt wirklich Interesse an der Aufklärung des Falles, zumal einer der Verdächtigen ein Richter mit großem politischem Einfluss ist. Auch als bekannt wird, dass er und der Tote eine Frau vergewaltigt haben, wird diese Tat nicht bestraft. Welche Rolle spielen in dem Geschehen Marthas Kinder und wie kann am Ende doch noch eine Form der Gerechtigkeit hergestellt werden? Im Laufe des Winters steht sie einigen Frauen bei Geburten bei und kann dann auch den Fall aufklären und in ihrem Sinne lösen.

Die Handlung des Buches spielt in einem langen und kalten Winter, ist aber sehr warmherzig erzählt. Wen Geburtsbeschreibungen nicht schrecken, wird Freude an diesem Roman über eine mutige Frau haben, die tatsächlich gelebt hat. Dies ist ein „Schmöker“ im besten Sinn.

(Empfehlung von Ulla Buse, Vorsitzende der Lesefreunde)

Jochen Buchsteiner: Wir Ostpreußen. Eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte (2025) *

Der Autor ist Politikwissenschaftler und hat viele Jahre u.a. als Korrespondent für die ZEIT und die FAZ gearbeitet. Seine Großmutter ist im Januar 1945 aus ihrem Gut in Ostpreußen vor den Russen geflohen. In diesem Buch schreibt er auf der Grundlage ihres Fluchtberichts über diesen ehemaligen Teil Deutschlands. Er beschreibt Ostpreußen und seine Historie und erzählt, wie die Fluchterfahrung prägender Teil seiner Familiengeschichte ist. Millionen Menschen mussten damals ihre Heimat verlassen und neu beginnen. Der Untertitel weist darauf hin.

Meine Mutter ist auch in Ostpreußen geboren und musste mit 12 Jahren ihre Heimat verlassen. Sie hat Vertreibung und Flucht erlebt und vieles von dem erzählt, was auch Jochen Buchsteiner schildert. Hoffentlich müssen wir so etwas nie wieder erleben.

(Empfehlung von Lesementorin Brigitte Worms)

Yann Arthus Bertrand: Hunde (2006)

Der französische Fotograf hat schon in einigen Bildbänden seinen besonderen Blick auf Natur, Tiere und Menschen bewiesen. Sein bekanntestes Werk ist „Die Erde von oben“. Für diese Sammlung hat er zahlreiche Hunde fotografiert, teilweise auch zusammen mit ihrem Besitzer oder ihrer Besitzerin. Dabei werden die Bilder mit Sachtexten ergänzt. Herausgekommen ist ein äußerst interessantes und kurzweiliges Buch.

Ganz sicher werden auch Menschen, die nicht mit einem Hund zusammenleben, Freude an diesem Buch haben können. Spaß bereitet beim Anschauen der Bilder schon die Frage: Sehen sich Hund und Herrchen oder Frauchen auch ähnlich? Passen sie zusammen?

(Empfehlung von Lese-Café-Besucherin Ruth Baumeister)


*= Diese Bücher können in der Stadtbücherei Hürth ausgeliehen werden.
#= Diese Bücher können in der Onleihe Rhein-Erft ausgeliehen werden.