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Lesefreunde Hürth e.V.

Unsere Lesetipps

Gerne können Sie Lesevorschläge senden an info@lesefreunde-huerth.de. Wir sind gespannt auf Ihre Buchtipps.

Sie können unsere Lesetipps nach Personen oder Buchtiteln durchsuchen. Gesucht wird immer nach der eingegebenen Zeichenkette im gesamten Text der Tipps: Nachname oder Vor- und Nachname oder Buchtitel oder Fragmente des Titels in der richtigen Reihenfolge.

Eine unmittelbare Suche bei der Stadtbücherei Hürth kann hier vorgenommen werden:

Ocean Vuong: Der Kaiser der Freude (2025) *

Es wundert nicht, dass der 19-jährige Hai von einer Brücke in den Fluss seines Heimatortes East Gladness springen will: Vor kurzem sind seine Großmutter an Krebs und sein bester Freund an zu viel Drogen verstorben, er hat sein Studium in New York abgebrochen und seiner Mutter vorgelogen, dass er in Boston studiert, obwohl er wegen seiner Tablettensucht in einer Entzugsklinik war. Im letzten Moment hält ihn Grazina von seinem Vorhaben ab. Die alte Frau ist dement, vor Jahren aus Litauen in die USA gekommen und leidet immer noch unter den Erlebnissen des Zweiten Weltkrieges. Unter der Bedingung, dass er sie pflegt, nimmt sie Hai in ihr altes kleines Haus am Fluss auf. Er nimmt das Angebot an. Bald kann er noch eine Stelle in einem Schnellrestaurant annehmen. Trotz aller schwierigen Bedingungen fühlt er sich bei Grazina gut aufgehoben, hält seine Arbeit für sinnvoll und fühlt sich in der Gemeinschaft wohl.

Der Autor beschreibt eine Welt, die mir ganz fremd ist und die mich dennoch fasziniert. Ich finde auch eindrucksvoll, wie die Menschen in dieser Geschichte mit all ihren Schwierigkeiten und Problemen zusammenhalten, sich untereinander stärken und ihr Leben bewältigen. Mich haben besonders auch die Fürsorge und das Verständnis beindruckt, mit der sich Hai um die traumatisierte Grazina gekümmert hat.

(Empfehlung von Lesefreundin und Lesementorin Gerti Asbach)

Thomas Hettche: Liebe (2026) *

Max und Anna sind beide bereits Anfang sechzig, als sie sich zufällig auf einer Party an der Ostsee kennenlernen. Ihr erstes Gespräch führen sie im Dunkeln nebeneinander in einem Liegestuhl am Strand sitzend. Ohne sich sehen zu können, verlieben sie sich sofort heftig ineinander und beginnen eine Affäre. Max ist geschieden und emotional frei, während Anna sich aus einer Ehe lösen muss, die sie zwar nur als mittelmäßig bezeichnet, aber bisher bewusst gelebt hat. Eine Entscheidung fällt ihr schwer, kann aber nicht immer hinausgezögert werden.

In diesem Buch hat mich nicht nur die unverhoffte Liebesgeschichte und Leidenschaft der beiden Menschen sehr berührt, sondern auch die Sprache, mit der der Autor sie beschreibt.

(Empfehlung von Ulla Buse, Vorsitzende der Lesefreunde)

Eckart von Hirschhausen: Der Pinguin, der fliegen lernte (2025) *#

Eine Geschichte über das Leben, die Liebe und das Glück
Wer sieht, wie ungeschickt und mühsam sich Pinguine an Land bewegen, empfindet vielleicht Mitgefühl. Dann sind es auch noch Vögel, die nicht fliegen können –das scheint doch ein Defizit zu sein. Kaum aber sind diese Tiere im Wasser, bestechen sie durch Eleganz und Ausdauer. Mit großer sozialer Kompetenz und ungewöhnlicher Rollenverteilung bei der Aufzucht der Jungen trotzen die Elternpaare und die Pinguingruppen ihren rauen Umweltbedingungen und sind bestens an das Leben in unwirtlicher Kälte angepasst. Kann dieses Beispiel aus der Tierwelt auch für den Menschen von Bedeutung sein? Der Autor geht dieser Frage einfühlsam nach.

Eckart von Hirschhausen versteht es, eine Geschichte über die Beobachtung eines Pinguins mit Alltagsphilosophie zu verbinden und so positive Gedanken weiterzugeben. Die wunderschönen Fotos von Stefan Christmann passen hervorragend dazu. Mich hat das Buch fasziniert.

(Empfehlung von Lesefreundin und Lese-Café-Besucherin Irene Grentz)

*= Diese Bücher können in der Stadtbücherei Hürth ausgeliehen werden.
#= Diese Bücher können in der onleihe.rheinerft.de ausgeliehen werden.