Der Jazzkeller Hürth verwandelte sich für eine Veranstaltung der Lesefreunde in Kooperation mit dem Jazzclub in einen Ort mit geheimnisvoller Atmosphäre mit Literatur und Musik.
Unter dem Titel „Unheimliche Geschichten“ traf die düstere Erzählkunst von Edgar Allan Poe auf Jazz und klassische Klaviermusik. Diese Kombination entfaltete im Gewölbekeller des Clubs eine besonders intensive Wirkung.

Der Literaturvermittler Stephan Schäfer führte mit eindringlicher Stimme durch die Welt Poes und machte die wechselnden Stimmungen der Geschichten plastisch hörbar. In dem Raum mit seinen alten Backsteinbögen, dem gedämpften Licht und der Nähe zwischen Bühne und Publikum verstärkte sich ihre Wirkung noch.
Zwischen den literarischen Passagen setzte der Jazzpianist Benedikt Göb musikalische Akzente. Er verband lyrische Klangfarben mit improvisatorischer Freiheit und ließ die Musik wie einen Kommentar zu den gelesenen Geschichten wirken.
So wechselten sich Literatur und Musik ab, ergänzten einander und schufen einen Spannungsbogen, der das Publikum bis zum letzten Wort und Ton fesselte.
Dieser gemeinsame Abend der Lesefreunde und des Jazzclubs erwies sich aller voller Erfolg. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie stimmig Literatur und Musik miteinander verschmelzen können. Dieser Kulturabend wird dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben.
Auch die Stadtbücherei Hürth hält Werke von Edgar Allan Poe bereit. Vielleicht hat der heutige Abend „Appetit“ auf weitere spannungsvolle Geschichten dieses Autors geweckt und zur Ausleihe in der Bücherei animiert.
Text und Foto: Lesefreunde Hürth und Jazzclub Hürth
